WEGEN ÜBERFÜLLUNG GESCHLOSSEN Mexikanischer Totenaltar im Rautenstrauch-Joest-Museum erfreut sich großer Beliebtheit

„Dia De Los Muertos“ im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln

Gestern fand bereits zum 6. mal der „Dia De Los Muertos“, also der mexikanische Totentag im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln statt. So wie ich mich dem Museum nähere, sehe ich schon ganz viele Menschen aus allen Richtungen kommend, offenbar mit dem selben Ziel wie ich. Oje! Am Eingang eine mega Schlange an der Kasse. Warum erschließt sich mir nicht, denn der Toten-Tag mit seinem grandiosen Toten-Altar, den Ständen (Schmuck, Kunst , Essen), den Aufführungen und Vorträgen findet im Foyer statt und ist kostenlos, also überhole ich elegant rechts und begebe mich direkt zur Aufführungsfläche, an deren Rückseite ich so grade noch einen Platz mit Sicht ergattern kann – eigentlich der Wartebereich der Tänzer. Das Museum hat gut geheizt, das und die vielen Besucher bescheren mir so einige Hitzewallungen. Die Eröffnung des Toten-Altars beginnt, in erster Linie warte ich auf die typischen mexikanischen Tänze zum Toten-Tag. Doch da muss ich noch etwas Geduld aufbringen, denn es sind mindestens 5 Redner/innen vorher. Eine Einführung in die Gebräuche rund um den mexikanischen Toten-Tag ist ja ok, aber alles andere hätte man kürzer fassen können, z.B. mit Hinweisen auf die später noch stattfindenen Vorträge etc. Hinzu kommt noch, dass die Akustik schlecht, der Geräuschpegel im Hintergrund groß ist und das zusammen mit einer leichten Schwerhörigkeit meinerseits dazu führt, dass ich vieles akustisch einfach gar nicht verstehe! Schade aber auch! Endlich kommt der Redner der Tanztruppe und meine Hoffnung steigt, aber als ich seine Blätter in der Hand sehe, schwindet sie schnell wieder, er wird doch wohl nicht die ganz mexikanische Geschichte erzählen? Nicht dass ich mich nicht dafür interessieren würde, aber in diesem Kontext ist es einfach zu viel. Dann geht es endlich los, es wird ein Teil der mexikanischen Geschichte nochmal tänzerisch dargestellt und dem schliessen sich dann endlich die traditionellen mexikanischen Tänze zum Toten-Tag an. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir die komplette geplante Tanzvorführung gesehen haben, denn von meinem Platz aus bekomme ich mit, wie wohl die Organisatorin von einer Angestellten gerufen wird, dass man, sobald wie möglich, die Tanzaufführung beendet werden soll, damit die Aufführungsfläche wieder frei wird, da es im Eingangsbereich zu einem Besucherstau gekommen ist. Das deckt sich mit dem Post eines Besuchers, den ich gestern Abend noch auf der Museums-Facebook-Seite gelesen habe. Er beschreibt, dass viele Besucher draußen im Regen bis zu 45 Minuten auf Einlass warten mussten, da wohl zwischenzeitlich -vermutlich aus Sicherheitsgründen – keine Besucher mehr eingelassen wurden. Viele sind damm auch wieder gegangen. Mit so einem Ansturm hatte wohl niemand im Museum gerechnet. Auch an den Ständen, insbesondere den Imbiss-Ständen mit typischen mexikanischen Gerichten und mega leckerem mexikanischen Kakao bilden sich sehr sehr lange Schlangen. Doch ich versuche mein Glück, nur um nach langem Warten zu hören: Feta ist aus! Ach ja – nicht schlimm! Dann eben ohne Feta. An den anderen Ständen gibt es Totenköpfe aus Zucker, aus Schokolade, gehäckelte Totenköpfe usw., die meiner Beobachtung nach auch weggehen wie warme Semmeln. Mittlerweile bin ich erschöpft, schaue mir aber zum Abschluß noch den, das muss man wirklich sagen, grandiosen Toten-Altar an und mache mich dann auf den Heimweg. Da ich den „Dia De Los Muertos“ jetzt bereits zum 3. mal besucht habe, werde ich nächstes Jahr nicht mehr hingehen und überlasse meinen Platz denen, die noch nie dort waren. Und überhaupt: der mexikanische Toten-Altar kann noch bis 24.11.2019 besichtigt werden! Also nächstes Jahr schaue ich ihn mir einfach später in aller Ruhe an

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