DIE „KUNST-GRILLE“ VON CHORWEILER

Chorweiler Art – Kunstmarkt

Bereits zum 12. mal fand am Sonntag der Chorweiler ART- Kunstmarkt im Bürgerzentrum statt. Die Sorge, dass aufgrund des Baustellen-Parkplatzproblems keine Besucher kommen würden, erwies sich als gänzlich unbegründet, kamen doch im Laufe des Tages rund 350 Besucher, viele davon zum wiederholten Male, was zeigt, wie etabliert und beliebt dieser Kunstmarkt ist. Dafür wird den Besuchern aber auch von der Künstlergruppe Chorweiler ART und von den von ihnen eingeladenen Gastkünstlern -immerhin insgesamt 28 Künstler/innen- jedes Jahr eine sehr vielfältige, abwechslungsreiche und spannende Bandbreite an Kunst geboten. Gerade mit dem Aufbau fertig, als auch schon die ersten Besucher bereits vor dem offiziellen Beginn eintreffen. Die Begrüßung und Eröffnung durch Bürgermeister Reinhard Zöllner fällt ein wenig kurz und knapp aus und damit sind wir auch schon mittendrin im Geschehen. Andreas Mischke, Mitorganisator und freischaffender Künstler präsentiert farbintensive Ölbilder, wobei sein zentrales Thema die Vergänglichkeit in verschiedensten Formen ist. Peter Mück arbeitet live und kann dadurch die diversen Fragen der Besucher zur Technik seiner „scratchart“ sehr gut demonstrieren und beantworten. Das kommt bei den Besuchern gut an. Hinsichtlich seiner Motive kommt es zu einigen interessanten Gesprächen. Erst mit dem Rentenalter geht die Künstlerin Maggi Becker ihrer Passion nach und widmet sich voll und ganz der Kunst. Sie präsentiert fotorealistische Blumenbilder in Öl. Sehr ausdrucksstark sind auch ihre Portraitzeichnungen von Prominenten, wie z.B. das gezeigte Portrait von Bette Davis. Uschi Reufels kombiniert mittels Fototransfer Fotografie und Malerei, ihr großes Interesse liegt in der Natur-Landschafts- und Reisefotografie. Und so lösen ihre wunderschönen Bilder, die das Meer und Menschen am Meer zum Motiv haben, beim Betrachter eine gewisse Sehnsucht nach dem Meer aus. Gertrude Müller-Moers, Künstlerin aus Leidenschaft –wie sie selbst sagt- präsentiert u.a. zwei eigenwillige aber faszinierende Werke, rote Farbexplosionen auf weißer Leinwand, die die eigene Fantasie beflügeln. Ronald Haas, Gastkünstler aus Berlin, hat eine Affinität zu dunklen Farben, die in vielen seiner Werke zu finden sind, mit denen er aber gekonnt die Schönheit der Melancholie auf die Leinwand zaubert. Diese kleine Auswahl zeigt bereits, wieviel es für den interessierten Besucher zu entdecken gab. Für einen angenehmen musikalischen Background sorgte wieder das Trio „Diciotto Cordo“ aus Bonn mit einer Mischung aus Swing, Blues und Jazz. Viele schöne Gespräche mit den zahlreichen Besuchern, aber auch mit den anderen Künstlern, lassen den Tag wie im Fluge vergehen und schon ist man wieder beim Abbau. Ein zirpendes Abschluss-Ständchen ließ die abbauenden Künstler aufhorchen. Auf Nachfrage wurde bekannt, dass es sich nicht um ein Tonband, wie erst vermutet, sondern tatsächlich um die hauseigene Grille handelt!

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