KUNST TUT GUT


Benefizveranstaltung „Ein bisschen Hoffnung, Liebe und Solidarität für Obdachlose“
Sich für Obdachlose zu engagieren, ist für Dirk Kästel, Gründer des Vereins ‚Kunst hilft geben‘ eine Herzensangelegenheit, nach dem sein Bruder obdachlos war, bevor er viel zu jung verstorben ist. So fließt der Erlös der Benefizausstellung in Kästels Projekt ‚Casa Colonia‘. Die ‚Casa Colonia‘ soll ein Integrationshaus mit Apartements für Obdachlose, Studenten und Künstler werden, es soll außerdem ein Kultur-Cafè und einen Ausstellungsraum geben. Kunst und damit Gutes tun – darüber spricht auch Frau Prof. Dr. Irene Baum in Ihrer Eröffnungsrede, nachdem zuvor Dirk Kästel die Gäste und die Künstler begrüßt hat. Der Benefiz-Aspekt, aber sicherlich auch die vielen namhaften Künstler, die Kästel für die Ausstellung gewinnen konnte, ziehen ca. 300 Gäste zur Vernissage an. Unter den ausstellenden Künstlern befinden sich so namhafte Künstler wie z.B. Rosemarie Trockel – die übrigens am Eröffnungstag Geburtstag hat und 66 Jahre alt geworden ist – , Gerhard Richter, Boris Becker, Odo Rumpf, HA Schult und viele andere. Peter Mück freut sich riesig, dass er ebenfalls hier mit ausstellen und das Projekt von Dirk Kästel unterstützen kann, liegt ihm die Obdachlosenhilfe doch ebenfalls sehr am Herzen (siehe sein Deutsche Bank-Projekt, das übrigens seinen Platz hier neben Gerhard Richter gefunden hat). Großartig! So erscheine ich mit Peter Mück am Dienstag um 19:30 Uhr zur Eröffnungsfeier, doch schon vor Beginn um 20.00 Uhr ist schon einiges los und bereits nach kurzer Zeit ist das Kölsch aus! Dafür gibt es noch genug Kunst zu kaufen. Da es, wie Kästel erklärt, keine roten Punkte gibt, kann ich nicht erkennen, ob bereits etwas verkauft ist, aber ich gehe doch mal davon aus. In der 400 m2 großen Halle des Atelier-Hauses Alteburger Wall gibt es bei der Anzahl von 23 Künstlern einiges an Kunst zu bewundern. Leider hängt das eine oder andere Kunstwerk etwas im Dunkeln! In der Mitte der Halle befinden sich auf Sockeln die Objekte von Odo Rumpf, dessen kleinere Objekte dieser Art es auch vorne auf dem „Wühltisch“, wie auch Peters „20,-€-Deutsche-Bank-Scheine“ zu erwerben gibt. Außerdem steht ein von Marcus Krips „gesprayter“ VW-Bus mitten in der Halle. Mir persönlich gefällt die Kohle-Aquarell-Tusche-Zeichnung „Aphrodite II“ von Harald Naegeli (Sprayer von Zürich), das Foto „Ein Herz für Köln“ von HA Schult und das außergewöhnliche, großformatige, dreidimensionale Objekt „Black Angel“ in schwarz mit Silber durchwirkt von Sam Zahdeh besonders gut. Bei der Vielzahl und Vielfältigkeit der hier gezeigten Kunst habe ich es noch nicht geschafft, mir alles in Ruhe anzusehen. Wie gut, dass die Ausstellung noch bis zum 25.11.2018 läuft und wir am 20.11.2018 noch einmal da sein werden. Ein Besuch lohnt sich unbedingt.

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