MENSCHEN, TIERE, SENSATIONEN

Bereits zum 3. mal findet im Alten Pfandhaus Köln die von dem Künstler Kaikaoss ins Leben gerufene und organisierte Ausstellung mit dem so erhaben klingenden Namen „imago hominis“ statt. Unter dem Titel „imago hominis“, was so viel wie Abbild des Menschen bedeutet, stellen 9 internationale Künstler auf 2 Ebenen ihre figurative Kunst aus und diese reicht von Bildern über Fotos und Zeichnungen bis hin zu Skulpturen aus verschiedenen Materialien. Die Kunstwerke zeigen Menschen in all ihren Facetten, aber auch Tiere sind in die Werke eingearbeitet, teils surrealistisch-illusionistisch, wie z.B. der Löwe mit Menschengesicht in einem Gemälde von Kaikaoss. Sensationell auch die Bilder von Jill Michels. In ihren detailgenau gemalten Bildern indigener Trachten ist der Mensch abwesend, scheinen sich doch viele Menschen nur noch über ihre Kleidung zu definieren. Die Eröffnungsrede des Buchautors und Kunstlehrers Kurt Schreiner ist akustisch leider überhaupt nicht zu verstehen, so dass viele der zahlreichen Vernissage-Besucher nach kurzer Zeit aufgeben und lieber direkt zur Kunst-Betrachtung übergehen. Hervorstechend sind hierbei die großformatigen, fast schon monumental wirkenden, farbgewaltigen, surrealistisch-illusionistisch und zweifellos unverkennbaren Gemälde des Künstlers Kaikaoss. Das genaue Gegenteil, nämlich wundervolle, zarte Miniaturbilder, mal einzeln, mal als große Collage zusammengestellt aus hunderten von Miniaturbildern, präsentiert die Künstlerin Trautlinde Minuzzi. Der aus Luxemburg stammende Künstler Marc Wilwert hat sich in seiner Fotokunst mit dem menschlichen Albinismus beschäftigt und stellt diese auf außergewöhnliche und ästhetische Weise in schwarz-weiß-gestrichenen Räumen dar. Diese Fotos erzeugen einen starken Farbkontrast zu den farbdominanten Gemälden von Kaikaoss. Weiter bevölkern lebensgroße weibliche Holzfiguren der Künstlerin Martina Kreitmeier die Räume, die zum Umarmen einladen, was sogar erlaubt ist. Die naturbelassenen Risse im Holz scheinen dabei die Risse und Narben auf der weiblichen Seele zu symbolisieren. Spirituell, tiefgründig, mystisch und geheimnisvoll zieht einen das Triptychon „Das christliche Abendland trifft seinen Ursprung“ des Künstlers Wolfgang Sauer in seinen Bann. Das waren nur einige der 9 ausstellenden Künstler, deren Werke noch bis zum 14.04.2019 im Alten Pfandhaus Köln ausgestellt sind. Die weiteren ausstellenden Künstler sind David Gericke, Maryam Kohestani und Birgit Brandt-Siefart. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, gibt es doch viel zu entdecken

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